

In den Allgäuer Alpen findet man einige sehr lohnende Klettersteige.
U.a. der Friedberger Klettersteig, der luftige Hindelanger Klettersteig und der Mindelheimer Klettersteig warten auf eine Begehung.
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Das Karwendelgebirge beherbergt zahlreiche Klettersteige in allen Schwierigkeiten.
Der Mittenwalder Klettersteig, der Innsbrucker Klettersteig und die Klettersteige auf die Lamsenspitze seien hier exemplarisch genannt.
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Im Wettersteingebirge warten mit dem Höllentalsteig zur Zugspitze und der Alpspitzferrata zwei der schönsten Klettersteige der Alpen.
Es gibt auch leichtere Klettersteige, wie den Nordwandsteig. -mehr-
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Bergsteiger - Biografien und Geschichten bekannter Alpinisten aus Europa
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Hermann von Barth, Freiherr von und zu Harmating
geboren am 5. Juni 1845 auf Schloss Eurasburg (Bayern / Deutschland)
verstorben am 7. Dezember 1876 in Sao Paolo de Loanda (portugiesisch Angola)
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In einer Zeit in der die Bergliteratur von den Aufzeichnungen und Abenteuern eines Reinhold Messners geprägt wird, scheinen die historischen
Vorreiter des modernen Alpinismus in Vergessenheit geraten zu sein. Ohne jeden Zweifel gehörte Hermann von Barth zu den
großen Persönlichkeiten am Berg. In seinem kurzen Leben von nur 31 Jahren wurde er im 19. Jahrhundert zum Verfasser der ersten alpinen
Führerliteratur.
Der Sohn eines königlich bayerischen Kämmerers studierte an der Universität München Rechtswissenschaft und gelangte anschließend
an das Landgericht in Berchtesgaden, wo die Nähe zum Gebirge seine alpinistischen Ambitionen erweckte. In seinem ersten Bergjahr bestieg
er 69 Gipfel (incl. 10 Erstbesteigungen). Seine Touren absolvierte er in der Regel allein, wobei er die Streckenverläufe sorgfältig
aufzeichnete und nebenbei zahlreiche Mineralien und Fossilien sammelte. Der Urahn des führerlosen Bergsteigens benutzte zur
Überwindung von Spalten und Bächen oftmals einen langen Alpenstock als Schwungstab - sein Trinkwasser transportierte er in einer
Champagnerflasche.
Im Jahr 1869 gelangte Hermann von Barth nach Sonthofen, was
ihm die Erkundung der Allgäuer Alpen ermöglichte. Hier bestieg er 44 Gipfel (incl. 3 Erstbesteigungen). 1870 gelangen dem unermüdlichen
Bergsteiger ca. 90 Gipfel im Karwendel, das Jahr 1871 widmete er dem Wettersteingebirge.
Die Bemühungen um eine Veröffentlichung seiner gesammelten
Informationen im Rahmen eines Buches waren jedoch zunächst vergebens. Erst 1874 erscheint bei dem Verleger
Eduard Amthor (Leipzig) das bedeutende Werk "Aus den Nördlichen Kalkalpen", welches heute als alpiner Klassiker gesehen wird.
In der Folgezeit richtete Hermann von Barth - wie viele andere Zeitgenossen - seinen Blick auf den geheimnissvollen Kontinent Afrika.
Die "Geografische Gesellschaft München" wählte den Forscher für eine Expedition in die portugiesische Kolonie Angola aus und schon bald trat er
in Hamburg die entsprechende Schiffsreise an. Kaum hatte er das fremde Land erreicht, erkrankte Hermann von Barth schwer. Im letzten Monat des Jahres 1876
setzte er den Lauf eines Revolvers auf sein Herz und beendete so die hoffnungslose Tropenkrankheit und sein Leben.
Zahlreiche geografische Punkte tragen heute den Namen Hermann von Barth, so sind u.a. eine Hütte und der Steig auf die
Partenkirchener Dreitorspitze nach dem Alpinisten benannt. Im kleinen Ahornboden befindet sich ein Denkmal.
Tipp: Wer sich für die Geschichte des Alpinismus ab dem 19. Jahrhundert interessiert, sollte das Buch "Nach oben. Die ersten Eroberungen der
Alpengipfel." von Fergus Fleming gelesen haben. Der Inhalt bezieht sich insbesondere auf Mont Blanc, Matterhorn und die
französischen Alpen. Alle Angaben sind genau und detailiert.
Ladenpreis: 13,90 Euro / ISBN: (PIPER Taschenbuch)
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