Rote Flüh / Friedberger Klettersteig


In den Allgäuer Alpen findet man einige sehr lohnende Klettersteige. U.a. der Friedberger Klettersteig, der luftige Hindelanger Klettersteig und der Mindelheimer Klettersteig warten auf eine Begehung. -mehr-




Das Karwendelgebirge beherbergt zahlreiche Klettersteige in allen Schwierigkeiten. Der Mittenwalder Klettersteig, der Innsbrucker Klettersteig und die Klettersteige auf die Lamsenspitze seien hier exemplarisch genannt. -mehr-




Im Wettersteingebirge warten mit dem Höllentalsteig zur Zugspitze und der Alpspitzferrata zwei der schönsten Klettersteige der Alpen. Es gibt auch leichtere Klettersteige, wie den Nordwandsteig. -mehr-

Schwierigkeitsindex zur technischen Schwierigkeit von Klettersteigen

Die auf diesen Seiten beschriebenen Klettersteige wurden im Rahmen einer 5-fachen Abstufung bewertet. Mit Hilfe einer Skala von A bis E kann somit eine Bandbreite von leichten bis hin zu extrem schweren Anlagen erfasst werden. Bewertungen der Art A+ oder A- kennzeichnen eine leicht erhöhte bzw. reduzierte Schwierigkeit bezüglich der Grundkategorie. Zwischenstufen werden z.B. mit A/B klassifiziert. In jedem Fall ist zu beachten, dass die Klassifizierung eines Steiges keinen allgemeingültigen Charakter haben kann, da die tatsächliche Schwierigkeit des zu begehenden Weges immer von den individuellen Fähigkeiten des einzelnen Bergsteigers abhängt. Zusätzlich sind stets die aktuellen objektiven Gegebenheiten (z.B. Nässe, Schneefelder, Vereisung) zu berücksichtigen! Die auf diesen Seiten verwendeten Bewertungen beziehen sich immer auf Normalverhältnisse bei günstiger Jahreszeit (Sommer) und optimaler Witterung!

A - Leichte Klettersteige

Gehtechnisch einfache Wege, wobei alle kritischen Abschnitte gesichert sind. Kurze Leitern (selten senkrecht) und ausreichende Eisenklammern bzw. Tritthilfen im oft nur mäßig steilen Gelände. Einzelne Stellen können bereits ausgesetzt sein, sind aber leicht zu passieren. Geübte Geher (trittsicher und schwindelfrei) können Steige dieser Kategorie oftmals auch ohne Selbstsicherung absolvieren (hiervon ausgenommen sind aber Leitern über Wandstufen). Viele Sicherungselemente dienen lediglich dem Sicherheitsgefühl. In der Regel ist eine problemlose Orientierung möglich. Steige der Kategorie A sind in bezug auf eine "normale" Bergwanderung in der Schwierigkeit geringfügig erhöht.

B - Mäßig schwierige Klettersteige

Steileres Gelände mit ausgesetzten Passagen, die zum Teil über kleinere Tritte verfügen, aber gesichert sind. Längere Leitern (auch senkrecht), Eisenklammern und sonstige Tritthilfen (ausreichend) in Abschnitten, die kraftraubend und anstrengend sein können. Es wird mehr Körperbeherrschung als bei der Kategorie A verlangt. Oftmals Wechselspiel mit leichten Wegsegmenten zur Erholung. Ohne die Tritthilfen und Sicherungsanlagen würde die Route an einzelnen Stellen einer felstechnischen Schwierigkeit II. - III. Grades (UIAA) entsprechen. Auch geübten Gehern ist die Selbstsicherung zu empfehlen. Meist problemlose Orientierung möglich.

C - Schwierige Klettersteige

Steiles bis senkrechtes Gelände mit ausgesetzten Passagen. Griffe und Tritte sind oft klein. Überhängende Leitern möglich. Eisenklammern, Stifte und sonstige Hilfen können etwas weiter auseinander liegen. Senkrechte Abschnitte sind zum Teil nur mittels Stahlseil gesichert. In verschiedenen Segmenten bereits sehr anstrengend (Armkraft). Die Begehung erfordert insgesamt mehr Kraft und Mut. Ohne die Tritthilfen und Sicherungsanlagen würde die Route an einzelnen Stellen einer felstechnischen Schwierigkeit IlI. - IV. Grades (UIAA) entsprechen. Eine Selbstsicherung ist Jedermann dringend zu empfehlen. Ungeübte sollten die Begleitung durch einen erfahrenen Bergpartner in Anspruch nehmen. Die Orientierung kann sich gerade im hochalpinen Gelände schwieriger gestalten.

D - Sehr schwierige Klettersteige

Senkrechtes und oft auch überhängendes Gelände. Griffe und Tritte sind in der Regel klein. Hilfselemente können weit auseinander liegen. Sehr ausgesetzter und steiler Fels ist häufig nur durch ein Stahlseil gesichert. Senkrechte bis überhängende Passagen können eine beachtliche Länge aufweisen und erfordern einen entsprechend hohen Kraftaufwand (Armkraft) und eine ausreichende Fitness. Ungesicherte (!) Kletterstellen bis zum ll. Grad (UIAA) möglich. Klettersteige dieser Kategorie eignen sich keinesfalls für Anfänger. Geübte Geher sichern sich selbst und bewegen sich oftmals in einer erfahrenen Seilschaft. Die Orientierung kann sich gerade im hochalpinen Gelände schwieriger gestalten.

E - Extrem schwierige Klettersteige

Die Geländestrukturen entsprechen weitgehend der Kategorie D, verlangen jedoch ein Maximum an Kraft und Können. Die integrierte freie Kletterei erfordert oft spezielle Ausrüstung und macht eine Seilschaft obligatorisch. Derartige "Sportklettersteige" eignen sich nur für professionelle Geher. Die Orientierung kann sich gerade im hochalpinen Gelände schwieriger gestalten.

Die Klassifizierung der Schwierigkeiten wurde, mit freundlicher Genehmigung des Autors, aus dem Buch "Klettersteigführer - Leichte bis mäßig schwierige Klettersteige in Bayern und Tirol" von Tobias Sessler übernommen. Die Nutzung aller hier aufgeführten Informationen erfolgt stets auf eigene Gefahr! Es wird keine Haftung (aus keinem Rechtsgrund) für etwaige Schäden übernommen, die auf fehlenden oder fehlerhaften Angaben auf diesen Seiten beruhen! Die einzelnen Bewertungen bzw. Einstufungen sind immer subjektiver Natur! Wir empfehlen grundsätzlich die Verwendung von Klettersteigset, Klettergurt und Steinschlaghelm!